Freiluftkino Gärten im Film - Filme im Garten

Der Name ist Programm: In Begleitung des Forschungsthemas entstand 2004 das Freiluftkino „Gärten im Film - Filme im Garten“. Seitdem wird alljährlich am Ende des Sommersemesters in Zusammenarbeit mit dem Erfurter Kinoklub am Hirschlachufer eine Filmreihe im Landschaftslehrpark der Fachhochschule Erfurt gezeigt. Besonders reizvoll ist es, wenn in tiefblauer Sommernacht die Baumkulisse des Arboretums in vielen Szenen das Kinobild über die Leinwand hinaus erweitert. Eine kurze Einführung zu jedem Film gewährt einen Einblick in die Forschungsergebnisse. Die "Filme im Garten“ an der Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst der FH Erfurt sind zu einer festen Größe im Erfurter Kulturkalender geworden.


Gärten im Film - Filme im Garten: 8. Freiluftkino 2011

Es ist wieder soweit! Das Freiluftkino "Gärten im Film - Filme im Garten" wird 2011 am 11., 12. und 13. Juli statt finden. Wie immer werden die Filme im Landschaftslehrpark der FH Erfurt gezeigt, Leipziger Str. 77, Tramhaltestelle "Krämpfer Gärten". Ab 19:00 Uhr kann auf der großen Wiese des Landschaftslehrparks gepicknickt werden, die Filme starten um ca. 22:00 Uhr. Verkauf von Getränken und Snacks von mobio - 100% bio! Der Eintritt ist wie jedes Jahr frei. Dies wird ermöglicht durch Kakteen-Haage und durch die Spenden vieler Kinobesucher im letzten Jahr! Wir wünschen allen Besuchern viel Vergnügen!


Programm 2011: Vom wiedergewonnenen Garten Eden

In der christlichen Kultur ist der Garten Eden ein Ort, an dem es dem Menschen gut ging. Er war keinen Gefahren ausgesetzt, und er fand reichlich Nahrung. Doch dieser Frieden zerbrach. Nach dem Sündenfall wurden Adam und Eva von Gott aus Eden vertrieben. An eine Rückkehr ist nicht zu denken, streng wird Eden von den Cherubim bewacht.

Die derzeitigen irdischen Verhältnisse sind weit davon entfernt, Bilder vom Garten Eden wachzurufen. Und doch muss man sich mit ihnen auseinandersetzen, um den Weg zu einem irdischen Garten Eden zu finden. Die diesjährige Filmauswahl umkreist das Szenario Katastrophe / Utopie / Vision und wirft einen kritischen Blick auf die derzeitige Umweltentwicklung.

Der globale Energiehunger zieht einen Klimawandel mit sich, der katastophale Ausmaße annimmt, besonders drastisch und unversöhnlich in „The Day after Tomorrow“ zu sehen. Die Produktion „Wall-E: Der letzte räumt die Erde auf“ geht noch einen Schritt weiter: Hier ist die Erde mittlerweile sogar unbewohnbar. Erst durch das Erscheinen einer neuen „Eva“ erhält die Menschheit eine zweite Chance, das irdische Paradies wiederaufzubauen. Doch damit die Rettung der Schöpfung keine Utopie bleibt, braucht es eine Vision, die einen Weg in eine nachhaltige und lebenswerte Zukunft weist. Der Film „Die 4. Revolution“ zeigt, wie die Nutzung von erneuerbaren Energien die Lebensgrundlagen für alle Menschen sichern kann, bei gleichzeitigem Schutz der Umwelt und der Möglichkeit des sozialen und politischen Friedens. Wird diese Vision Realität, dann kann die Erde tatsächlich als wiedergewonnener Garten Eden betrachtet werden.


11. Juli 2011 - 22:00 Uhr: The Day after Tomorrow                             Regie: Roland Emmerich (USA 2004)

Die Klimakatastrophe erschüttert die Erde schneller als gedacht. Fluten und Tornados bedrohen Länder und Städte, eisige Stürme fegen über die Nordhalbkugel hinweg, und in New York fallen die Temperaturen im Sekundentakt. Der Klimaforscher Jack Hall erkennt die Zeichen einer neuen Eiszeit und versucht, die US-Regierung von seinen Evakuierungsplänen zu überzeugen. Gleichzeitig muss er seinen Sohn Sam retten, der in einer eingeschneiten New Yorker Bibliothek auf ihn wartet.



The Day after Tomorrow: New York wird überflutet. Foto: Centropolis Ent. / Lions Gate / Mark Gordon Company (2004).


12. Juli 2011 - 22:00 Uhr: Wall-E: Der letzte räumt die Erde auf                Regie: Andrew Stanton (USA 2008)

Trotz aller Warnungen ist es doch passiert: Die Erde ist komplett verschmutzt und vermüllt und schließlich unbewohnbar geworden. Die Menschen wurden mit Raumschiffen evakuiert, doch zurück blieben einige Roboter, die das Chaos aufräumen sollen. Nach 700 Jahren ist Wall-E der einzige Roboter, der noch funktionstüchtig ist und mittlerweile eine eigene Persönlichkeit entwickelt hat. Als Wall-E eines Tages ein kleines Pflänzchen findet, landet kurze Zeit später ein Raumschiff, aus dem der Roboter EVE steigt. Wall-E verliebt sich sofort in diese neue Eva, die nach organischem Leben suchen soll. Vielleicht ist die Erde doch noch zu retten?

Wall-E: Der kleine Roboter räumt seit 700 Jahren die Erde auf. Foto: Pixar Animation Studios / Walt Disney Pic. (2008).


13. Juli - 22:00 Uhr: Die 4. Revolution – Energy Autonomy                     Regie: Carl-A. Fechner (D 2010)

Eine Energieversorgung für jeden Menschen auf der Erde, für alle erreichbar, bezahlbar und sauber? Diese Vision kann wahr werden: mit Energie aus erneuerbaren Quellen. Anhand zahlreicher Projekte, u.a. in Mali, Deutschland, Bangladesh, Neuseeland und in den USA, zeigt Fechners Dokumentarfilm, wie eine alternative Energieversorgung die Welt nicht nur nachhaltig sichern, sondern auch gerechter und sozialer gestalten kann.

Die 4. Revolution: Solarernergieprojekt in Afrika. Foto: fechnerMEDIA 2010.